#026 GUATEMALA - eine Reise voller unzähliger Eindrücke

Ein Reisetagebuch - Sonntag, 8. April

Über Ostern war ich mit Andrea, einer Freiwilligen aus Matagalpa/Nicaragua, in Guatemala.

23. März: Ankunft Guatemala-City

 

Der Flughafen von Guatemala-City liegt mitten im Zentrum der Stadt. Das ist echt komisch, da man so direkt über den Dächern der Häuser fliegt. Direkt am Flughafen traf ich Andrea, die aus Managua anreiste. Wie die großen Abenteurer setzten wir uns ins nächstbeste Cafe und überlegten, wo die Reise überhaupt hingehen sollte. Wir hatten zwar Ideen, aber viel geplant haben wir noch nicht. Aber wie auch auf der folgenden Reise waren wir uns recht schnell einig und so war Station Nr. 1 die alte Kolonialstadt Antigua. Mit dem Taxi ging es in die Stadt und von dort aus eine Stunde mit dem Bus durch das Bergland Guatemalas.
Wir wussten, dass durch die Osterwoche viel los sein würde, aber mit so vielen Menschen hatten wir nicht gerechnet. Ostern wir hier "Semana Santa" genannt und ist in Mittelamerika wichtiger als Weihnachten. Deswegen haben auch viele Ferien und die Hostels waren gefüllt von Einheimischen. Zum Glück fanden wir noch eine Unterkunft bei einer Gastfamilie, die Gastschüler für eine Sprachschule aufnimmt.
Antigua ist wohl die schönste Kolonialstadt, denn die gesamten Straßen sind Pflastersteinstraßen und fast alle Häuser sind schön restauriert. Zuerst schauten wir uns den Kunstmarkt an, auf dem man allerlei traditionelle Teppiche, Handtaschen oder Schmuck kaufen kann. Natürlich verbrachten wir dort viel zu viel Zeit und wurden einiges an Geld los, obwohl Andrea und ich immer richtig gut runtergehandelt haben.
Die Stadt ist einfach wunderschön. So viele süße, alte Cafés, eines toller als das andere mit wunderschönen Innenhöfen voller Blumen und kleinen Brunnen. Wir tranken einen Kaffee in einem alten Klosterinnenhof. Die Kulisse war wirklich wunderbar: eine Kirchenruine, blühende Bäume und grüne Wiesen. Es war irgendwie ein bisschen wie eine andere Welt. Ich hatte das Gefühl dieses Land steckt voller Kultur und Geschichte. All die alten Gebäude und die Menschen mit traditioneller Kleidung: Das war etwas ganz anderes, als das, was ich von Costa Rica her kenne. Gerade die Städte Costa Ricas haben viel Ursprünglichkeit verloren, mit all den Fastfoodketten, Second-Hand-Läden, die amerikanische Kleidung verkaufen und hässlichen Betonbauten, die in den letzten Jahrzehnten aus dem Fußboden schossen und heute oft leerstehen.

FORTSETZUNG FOLGT!